Wärmeschutz
Wärmeschutz als Teil einer funktionierenden Gebäudehülle.
Wir planen und bewerten den Wärme- und Feuchteschutz von Neubauten, Sanierungen und Bestandsgebäuden – von der energetischen Anforderung bis zur konstruktiven Umsetzung im Bauteil.
Wärmeschutz funktioniert nicht bauteilweise
Ein guter Wärmeschutz entsteht nicht allein durch niedrige U-Werte. Außenwand, Dach, Bodenplatte, Fenster und Anschlüsse bilden gemeinsam die thermische Gebäudehülle.
Wird nur ein einzelnes Bauteil betrachtet, können an Übergängen neue Schwachstellen entstehen. Deshalb beziehen wir auch Feuchteverhalten, Wärmebrücken und konstruktive Anschlüsse in die Planung ein.
Entscheidend ist das Zusammenspiel der gesamten Hülle.
Welche Wärmeschutznachweise werden benötigt?
Welche Berechnungen und Nachweise erforderlich sind, hängt vor allem davon ab, ob neu gebaut, saniert, erweitert oder umgenutzt wird. Neben den energetischen Anforderungen können zusätzlich bauordnungsrechtliche Nachweispflichten bestehen.
Zwei Ebenen sind zu unterscheiden
Gebäudemodernisierungsgesetz
Regelt die energetischen Anforderungen an Neubauten, bestehende Gebäude und Erweiterungen sowie unter anderem den sommerlichen Wärmeschutz und die Berücksichtigung von Wärmebrücken.
Bauordnung & Nachweisverfahren
Ob ein gesonderter bautechnischer Wärmeschutznachweis vorzulegen oder zu prüfen ist und zu welchem Zeitpunkt dies erfolgen muss, richtet sich zusätzlich nach dem jeweiligen Landesrecht und dem konkreten Bauvorhaben.
Neubau, Sanierung oder Erweiterung?
Je nach Projekt ändern sich sowohl die Anforderungen als auch die erforderlichen Berechnungen.
Energetischer Gesamtnachweis
Bei neu zu errichtenden Gebäuden wird nicht nur ein einzelner U-Wert betrachtet. Gebäudehülle und Energiebedarf werden als Gesamtsystem nachgewiesen.
Anforderungen an geänderte Bauteile
Werden Bauteile der thermischen Gebäudehülle erneuert, ersetzt oder erstmalig eingebaut, können konkrete Anforderungen an deren Wärmedurchgangskoeffizienten entstehen.
Änderungen von höchstens 10 % der gesamten Fläche der jeweiligen Bauteilgruppe sind von dieser Anforderung ausgenommen.
Neue beheizte oder gekühlte Räume
Wird ein bestehendes Gebäude erweitert oder werden neue beheizte beziehungsweise gekühlte Räume geschaffen, gelten hierfür eigene Anforderungen an die neu hinzukommende Gebäudehülle.
Welche Berechnungen tatsächlich erforderlich sind, sollte deshalb zu Beginn des Projekts anhand von Gebäudeart, Maßnahme und Standort festgelegt werden.
Wärmeschutz für Neubau, Bestand und Sanierung
Wir unterstützen bei einzelnen Nachweisen ebenso wie bei umfassenderen bauphysikalischen Fragestellungen rund um Gebäudehülle, Bauteile und Anschlüsse.
Wärmeschutznachweise
Energetische Nachweise für Neubauten, Umbauten, Erweiterungen und Bestandsgebäude.
Sommerlicher Wärmeschutz
Bewertung von Fensterflächen, Sonnenschutz und sommerlicher Überhitzung.
U-Wert-Berechnungen
Berechnung und Optimierung von Außenwänden, Dächern, Böden, Fenstern und weiteren Bauteilen.
Wärmebrücken
Berechnung, Bewertung und Optimierung thermisch relevanter Anschlussdetails.
Feuchteschutz
Bewertung von Bauteilaufbauten hinsichtlich Feuchte, Tauwasser und langfristiger Funktionsfähigkeit.
Bauphysikalische Beratung
Unterstützung bei Materialwahl, Konstruktionen, energetischen Varianten und bauphysikalischen Planungsentscheidungen.
Fragen, bei denen wir unterstützen
Warum sind bestimmte Wände oder Oberflächen kalt?
Wo entstehen Wärmeverluste?
Welche Dämmmaßnahme ist technisch sinnvoll?
Wie kann Schimmel vermieden werden?
Welche Bauteilaufbauten funktionieren im Bestand?
Welche Wärmebrücken sind kritisch?
Wie lassen sich energetische Anforderungen mit Schall- und Feuchteschutz vereinbaren?
Bauphysik als Teil der Planung
Wir verstehen Wärmeschutz nicht als isolierte Nachweisleistung. Entscheidend ist, dass Anforderungen, Konstruktion und angrenzende bauphysikalische Themen zusammen funktionieren.
Anforderungen zusammendenken
Wärmeschutz, Feuchteschutz, Wärmebrücken und weitere bauphysikalische Anforderungen werden nicht getrennt voneinander betrachtet.
Nicht beim Nachweis aufhören
Wo es für das Projekt sinnvoll ist, übersetzen wir Berechnungsergebnisse direkt in konkrete Empfehlungen für Bauteile und Planung.
Ergebnisse, die weiterhelfen
Unsere Unterlagen sollen nicht nur rechnerisch korrekt, sondern auch für Architekten, Bauherren und weitere Projektbeteiligte verständlich nutzbar sein.
Unser Anspruch: nicht nur nachweisen, dass eine Planung funktioniert – sondern dazu beitragen, dass sie funktioniert.
Einblick in unsere Wärmeschutzplanung
Auszüge aus einem anonymisierten Projekt zeigen beispielhaft, wie unsere Berechnungen und Planungsunterlagen aufgebaut sind.
