Wärmeschutz

WÄRMESCHUTZ

Wärmeschutz als Teil einer funktionierenden Gebäudehülle.

Wir planen und bewerten den Wärme- und Feuchteschutz von Neubauten, Sanierungen und Bestandsgebäuden – von der energetischen Anforderung bis zur konstruktiven Umsetzung im Bauteil.

01 · GEBÄUDEHÜLLE

Wärmeschutz funktioniert nicht bauteilweise

Ein guter Wärmeschutz entsteht nicht allein durch niedrige U-Werte. Außenwand, Dach, Bodenplatte, Fenster und Anschlüsse bilden gemeinsam die thermische Gebäudehülle.

Wird nur ein einzelnes Bauteil betrachtet, können an Übergängen neue Schwachstellen entstehen. Deshalb beziehen wir auch Feuchteverhalten, Wärmebrücken und konstruktive Anschlüsse in die Planung ein.

Wärmeverluste begrenzen
Oberflächentemperaturen sichern
Feuchterisiken vermeiden
Anschlüsse konstruktiv berücksichtigen
WS
Ganzheitliche Planung Thermische Gebäudehülle
Gesamtsystem
Gebäude Alle Bauteile wirken zusammen
AW
Außenwand Wärmedämmung
DA
Dach Wärmeschutz
BE
Boden Erdreichanschluss
FE
Fenster Transparente Hülle
WB
Anschlüsse Wärmebrücken
FS
Feuchte Bauteilsicherheit
02 · NACHWEISE & PFLICHTEN

Welche Wärmeschutznachweise werden benötigt?

Welche Berechnungen und Nachweise erforderlich sind, hängt vor allem davon ab, ob neu gebaut, saniert, erweitert oder umgenutzt wird. Neben den energetischen Anforderungen können zusätzlich bauordnungsrechtliche Nachweispflichten bestehen.

Rechtsrahmen

Zwei Ebenen sind zu unterscheiden

01 Bundesrecht

Gebäudemodernisierungsgesetz

Regelt die energetischen Anforderungen an Neubauten, bestehende Gebäude und Erweiterungen sowie unter anderem den sommerlichen Wärmeschutz und die Berücksichtigung von Wärmebrücken.

GModG energetische Anforderungen
02 Landesrecht

Bauordnung & Nachweisverfahren

Ob ein gesonderter bautechnischer Wärmeschutznachweis vorzulegen oder zu prüfen ist und zu welchem Zeitpunkt dies erfolgen muss, richtet sich zusätzlich nach dem jeweiligen Landesrecht und dem konkreten Bauvorhaben.

Land Vorlage & Prüfung
Entscheidend ist die Maßnahme

Neubau, Sanierung oder Erweiterung?

Je nach Projekt ändern sich sowohl die Anforderungen als auch die erforderlichen Berechnungen.

01 Neubau

Energetischer Gesamtnachweis

Bei neu zu errichtenden Gebäuden wird nicht nur ein einzelner U-Wert betrachtet. Gebäudehülle und Energiebedarf werden als Gesamtsystem nachgewiesen.

Gesamtenergiebedarf
Baulicher Wärmeschutz
Sommerlicher Wärmeschutz
Wärmebrücken
Mindestwärmeschutz & Luftdichtheit
02 Bestand / Sanierung

Anforderungen an geänderte Bauteile

Werden Bauteile der thermischen Gebäudehülle erneuert, ersetzt oder erstmalig eingebaut, können konkrete Anforderungen an deren Wärmedurchgangskoeffizienten entstehen.

Beispiel Außenwand
Umax 0,24 W/(m²K)
10 %

Änderungen von höchstens 10 % der gesamten Fläche der jeweiligen Bauteilgruppe sind von dieser Anforderung ausgenommen.

03 Erweiterung / Ausbau

Neue beheizte oder gekühlte Räume

Wird ein bestehendes Gebäude erweitert oder werden neue beheizte beziehungsweise gekühlte Räume geschaffen, gelten hierfür eigene Anforderungen an die neu hinzukommende Gebäudehülle.

Neue Außenbauteile
Wärmeübertragende Umfassungsfläche
Wohn- oder Nichtwohngebäude
Größe der Erweiterung
i
Nicht jedes Projekt benötigt jeden Nachweis.

Welche Berechnungen tatsächlich erforderlich sind, sollte deshalb zu Beginn des Projekts anhand von Gebäudeart, Maßnahme und Standort festgelegt werden.

03 · LEISTUNGEN

Wärmeschutz für Neubau, Bestand und Sanierung

Wir unterstützen bei einzelnen Nachweisen ebenso wie bei umfassenderen bauphysikalischen Fragestellungen rund um Gebäudehülle, Bauteile und Anschlüsse.

01
Nachweis

Wärmeschutznachweise

Energetische Nachweise für Neubauten, Umbauten, Erweiterungen und Bestandsgebäude.

02
Sommerkomfort

Sommerlicher Wärmeschutz

Bewertung von Fensterflächen, Sonnenschutz und sommerlicher Überhitzung.

03
Bauteile

U-Wert-Berechnungen

Berechnung und Optimierung von Außenwänden, Dächern, Böden, Fenstern und weiteren Bauteilen.

04
Anschlüsse

Wärmebrücken

Berechnung, Bewertung und Optimierung thermisch relevanter Anschlussdetails.

05
Bauteilsicherheit

Feuchteschutz

Bewertung von Bauteilaufbauten hinsichtlich Feuchte, Tauwasser und langfristiger Funktionsfähigkeit.

06
Planung

Bauphysikalische Beratung

Unterstützung bei Materialwahl, Konstruktionen, energetischen Varianten und bauphysikalischen Planungsentscheidungen.

Typische Fragestellungen

Fragen, bei denen wir unterstützen

Warum sind bestimmte Wände oder Oberflächen kalt?

Wo entstehen Wärmeverluste?

Welche Dämmmaßnahme ist technisch sinnvoll?

Wie kann Schimmel vermieden werden?

Welche Bauteilaufbauten funktionieren im Bestand?

Welche Wärmebrücken sind kritisch?

Wie lassen sich energetische Anforderungen mit Schall- und Feuchteschutz vereinbaren?

04 · UNSERE ARBEITSWEISE

Bauphysik als Teil der Planung

Wir verstehen Wärmeschutz nicht als isolierte Nachweisleistung. Entscheidend ist, dass Anforderungen, Konstruktion und angrenzende bauphysikalische Themen zusammen funktionieren.

01 Ganzheitlich

Anforderungen zusammendenken

Wärmeschutz, Feuchteschutz, Wärmebrücken und weitere bauphysikalische Anforderungen werden nicht getrennt voneinander betrachtet.

02 Planungsnah

Nicht beim Nachweis aufhören

Wo es für das Projekt sinnvoll ist, übersetzen wir Berechnungsergebnisse direkt in konkrete Empfehlungen für Bauteile und Planung.

03 Klar

Ergebnisse, die weiterhelfen

Unsere Unterlagen sollen nicht nur rechnerisch korrekt, sondern auch für Architekten, Bauherren und weitere Projektbeteiligte verständlich nutzbar sein.

Unser Anspruch: nicht nur nachweisen, dass eine Planung funktioniert – sondern dazu beitragen, dass sie funktioniert.

05 · EINBLICK

Einblick in unsere Wärmeschutzplanung

Auszüge aus einem anonymisierten Projekt zeigen beispielhaft, wie unsere Berechnungen und Planungsunterlagen aufgebaut sind.