Schallschutz
Schallschutz, der zum Gebäude und zur Nutzung passt.
Wir planen und bewerten den baulichen Schallschutz für Neubauten, Umbauten und Bestandsgebäude – von den erforderlichen Nachweisen bis zur konstruktiven Ausarbeitung einzelner Bauteile.
Wie viel Schallschutz braucht ein Gebäude?
Schallschutz ist nicht für jedes Gebäude und jede Nutzung gleich. Neben den erforderlichen Anforderungen spielt deshalb auch die Frage eine Rolle, welcher akustische Komfort tatsächlich erreicht werden soll.
Erforderlicher Schallschutz
Zunächst wird geprüft, welche Anforderungen sich aus Gebäudeart, Nutzung und konkreter Planungssituation ergeben.
Erhöhter Schallschutz
Die reine Einhaltung der Mindestanforderungen entspricht nicht automatisch einem hohen akustischen Komfort. Für hochwertige Wohnungen oder besondere Nutzungen können höhere Ziele sinnvoll sein.
Projektspezifische Anforderungen
Schlafzimmer, Wohnungen, Treppenhäuser, Technikräume oder gewerbliche Bereiche stellen unterschiedliche Anforderungen an die akustische Trennung.
Nicht nur „bestehen“, sondern das richtige Ziel festlegen
Ein sinnvoller Schallschutz beginnt deshalb nicht erst bei der Berechnung eines Bauteils. Zuerst muss geklärt werden, welche Räume voneinander getrennt werden, welche Geräuschquellen relevant sind und welches Schutzniveau für das Projekt erreicht werden soll.
Schallschutz endet nicht beim Bauteil
Eine Wand oder Decke kann rechnerisch einen guten Schallschutz erreichen und im Gebäude trotzdem nicht wie erwartet funktionieren. Entscheidend sind auch Anschlüsse, flankierende Bauteile und die konstruktive Entkopplung.
Wir betrachten deshalb nicht nur den rechnerischen Kennwert eines einzelnen Bauteils, sondern auch dessen Einbindung in die gesamte Konstruktion.
Denn Schall sucht sich nicht zwangsläufig den direkten Weg.Schallübertragung über angrenzende Bauteile
Wände, Decken und Fassaden können Schall weiterleiten und damit die Wirkung eines eigentlich gut dämmenden Trennbauteils reduzieren.
Details frühzeitig berücksichtigen
Bauteilübergänge, Fugen, Türen, Installationen und konstruktive Durchdringungen müssen zur geplanten Schallschutzqualität passen.
Körperschall nicht unnötig weiterleiten
Estriche, Treppen, technische Anlagen und Befestigungen können Körperschall in angrenzende Konstruktionen übertragen, wenn sie nicht ausreichend entkoppelt werden.
Schallschutz mit der übrigen Planung abstimmen
Anforderungen an Wärme-, Brand- oder Feuchteschutz beeinflussen häufig dieselben Bauteile. Lösungen müssen deshalb bauphysikalisch zusammenpassen.
Unser Ziel: nicht nur einen rechnerischen Nachweis zu liefern, sondern Konstruktionen so zu planen, dass der vorgesehene Schallschutz auch im Gebäude funktionieren kann.
Schallschutz von der Nachweisführung bis zum Detail
Wir bearbeiten sowohl vollständige Schallschutzplanungen als auch einzelne Fragestellungen und Bauteile. Umfang und Planungstiefe richten sich nach Gebäude, Nutzung und Projektphase.
Schallschutz nach Bauordnung und DIN 4109
Nachweis und Bewertung der erforderlichen Schalldämmung für Neubauten, Umbauten, Erweiterungen und Bestandsgebäude.
Luft- & Trittschallschutz
Berechnung und Beurteilung von Wänden, Decken, Treppen und weiteren trennenden Bauteilen einschließlich relevanter Anschlüsse.
Schallschutz gegen Außenlärm
Bewertung der erforderlichen Schalldämmung von Fassaden, Fenstern und Außenbauteilen gegenüber Verkehr und anderen äußeren Geräuschquellen.
Haustechnik & Anlagengeräusche
Bauakustische Bewertung von Sanitärinstallationen, Lüftungsanlagen, Wärmepumpen, Aufzügen und weiteren technischen Einrichtungen.
Bewertung bestehender Konstruktionen
Untersuchung vorhandener Bauteile und Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung des Schallschutzes im Bestand.
Erhöhter Schallschutz
Planung höherer akustischer Qualitätsziele für Wohnungen, Schlafbereiche und andere besonders sensible oder hochwertige Nutzungen.
Vom einzelnen Bauteil bis zur vollständigen Planung
Wenn Geräusche im Gebäude zum Problem werden
Schallschutz wird häufig erst dann zum Thema, wenn Schritte aus der darüberliegenden Wohnung hörbar sind, Gespräche durch Wände dringen oder technische Anlagen störende Geräusche verursachen. Die Ursache liegt dabei nicht immer dort, wo der Schall wahrgenommen wird.
Warum hört man jeden Schritt aus der Wohnung darüber?
Trittschall wird über Decken, Böden und angrenzende Bauteile weitergeleitet. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Decke selbst, sondern auch ihr Aufbau und die konstruktive Entkopplung.
Warum hört man Gespräche oder Musik durch eine Wand?
Neben dem eigentlichen Trennbauteil können Türen, Anschlüsse, Installationen und flankierende Bauteile die Schalldämmung beeinflussen. Eine dickere Wand allein löst das Problem deshalb nicht immer.
Warum hört man die Nachbarn trotz erfülltem Schallschutznachweis?
Ein nachgewiesener Mindestschallschutz bedeutet nicht, dass Geräusche vollständig unhörbar werden. Soll ein höherer akustischer Komfort erreicht werden, muss dies bereits bei der Festlegung des Schutzniveaus berücksichtigt werden.
Sind dickere Wände automatisch besser für den Schallschutz?
Nicht zwangsläufig. Masse, Schalenaufbau, Entkopplung, Anschlüsse und Materialeigenschaften wirken zusammen. Je nach Konstruktion können unterschiedliche Lösungen sinnvoll sein.
Was kann man gegen Geräusche von Leitungen und technischen Anlagen tun?
Sanitärinstallationen, Lüftung, Wärmepumpen, Aufzüge oder andere Anlagen können sowohl Luft- als auch Körperschall erzeugen. Lagerung, Befestigung und angrenzende Bauteile müssen deshalb mit betrachtet werden.
Kann der Schallschutz eines bestehenden Gebäudes verbessert werden?
Ja. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt jedoch stark von der vorhandenen Konstruktion und dem Übertragungsweg des Schalls ab. Vor einer Sanierung sollte deshalb zunächst die Ursache eingegrenzt werden.
Wann lohnt sich ein erhöhter Schallschutz?
Besonders bei hochwertigen Wohnungen, Schlafräumen, Doppelhäusern oder erhöhten Komfortansprüchen kann es sinnvoll sein, bereits in der Planung ein höheres Schutzniveau als die Mindestanforderung festzulegen.
Kann man einzelne Räume besonders gut gegen Schall schützen?
Ja. Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Musikräume, Fitnessräume oder andere sensible Bereiche können gezielt mit höheren Anforderungen geplant werden, ohne das gesamte Gebäude auf dasselbe Niveau anzuheben.
Entscheidend ist zunächst die Frage, wie sich der Schall überträgt. Erst danach lässt sich beurteilen, welches Bauteil oder welches Anschlussdetail tatsächlich verbessert werden muss.
Einblick in unsere Schallschutz-Berichte
Auszüge aus einem anonymisierten Projekt zeigen, wie Anforderungen, Berechnungen und Ergebnisse in unseren Schallschutzunterlagen dokumentiert werden.
Die Unterlagen führen Anforderungen und berechnete Ergebnisse nachvollziehbar zusammen und bilden damit die Grundlage für die weitere Planung der relevanten Bauteile und Anschlüsse.
Schallschutz für Ihr Projekt.
Sie benötigen einen Schallschutznachweis, möchten eine Konstruktion bewerten lassen oder bereits in der Planung ein höheres Schutzniveau berücksichtigen? Senden Sie uns die wichtigsten Informationen zu Ihrem Vorhaben.
