Raumakustik
Räume, die sich so anhören, wie sie genutzt werden.
Wir planen die akustischen Eigenschaften von Räumen und stimmen Nachhall, Absorption und Oberflächen auf Nutzung, Raumgeometrie und gestalterische Anforderungen ab.
Wie soll sich ein Raum anhören?
Gute Raumakustik bedeutet nicht, möglichst viel Schall zu absorbieren. Entscheidend ist, welche akustischen Bedingungen zur tatsächlichen Nutzung des Raumes passen.
Was passiert in diesem Raum?
Besprechung, Unterricht, konzentriertes Arbeiten, Musik oder Aufenthalt stellen unterschiedliche Anforderungen an Nachhall und Schallverteilung.
Volumen und Geometrie berücksichtigen
Größe, Höhe und Form beeinflussen, wie sich Schall im Raum ausbreitet und wie viel akustisch wirksame Fläche tatsächlich benötigt wird.
Absorption gezielt einsetzen
Decken, Wände, Möbel und weitere Oberflächen beeinflussen die Raumakustik. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern auch die Position und akustische Wirkung der Materialien.
Nicht möglichst viel Absorption – sondern die richtige Akustik.
Ein stark bedämpfter Raum ist nicht automatisch ein guter Raum. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schallabsorption, Reflexion und Nutzung, sodass Sprache verständlich bleibt, Geräusche nicht unnötig verstärkt werden und der Raum angenehm wirkt.
Akustik und Gestaltung zusammen denken
Gute Raumakustik muss nicht sichtbar technisch wirken. Akustisch wirksame Flächen können frühzeitig in Decken, Wände, Möbel und Materialkonzepte integriert werden, sodass Funktion und Innenraumgestaltung zusammenpassen.
Wir betrachten nicht nur, wie viel Absorption rechnerisch erforderlich ist, sondern auch, wo sie im Raum sinnvoll angeordnet und wie sie gestalterisch integriert werden kann.
Die akustische Lösung soll zum Raum passen – nicht der Raum zur Akustiklösung.Große Flächen gezielt nutzen
Akustikdecken, Deckensegel oder einzelne absorbierende Bereiche können einen großen Beitrag zur Raumakustik leisten und gleichzeitig Teil des gestalterischen Konzepts sein.
Absorption dort einsetzen, wo sie wirkt
Wandflächen können gezielt ergänzt werden, wenn Deckenflächen nicht ausreichen oder Reflexionen und Schallverteilung im Raum zusätzlich beeinflusst werden sollen.
Optik und akustische Wirkung abstimmen
Textile Oberflächen, Holzsysteme, mikroperforierte Elemente oder klassische Absorber unterscheiden sich sowohl gestalterisch als auch in ihrer frequenzabhängigen Wirkung.
Akustik als Teil der Innenraumplanung
Beleuchtung, Möblierung, Haustechnik, Deckengestaltung und Akustik beanspruchen oft dieselben Flächen. Eine abgestimmte Planung verhindert spätere Kompromisse.
Das Ziel: eine akustische Lösung, die ihre Funktion erfüllt, sich selbstverständlich in den Raum integriert und gestalterische Freiheit möglichst erhält.
Raumakustik von der Berechnung bis zur Umsetzung
Wir entwickeln raumakustische Lösungen passend zu Nutzung, Raumgröße, Gestaltung und gewünschtem Komfortniveau – für Neubauten ebenso wie für bestehende Räume.
Raumakustische Berechnungen
Bewertung der vorhandenen oder geplanten akustischen Bedingungen anhand von Raumvolumen, Nutzung, Oberflächen und Materialeigenschaften.
Nachhallzeit & Zielwerte
Ermittlung und Bewertung der Nachhallzeit sowie Festlegung geeigneter Zielbereiche entsprechend der vorgesehenen Raumnutzung.
Absorber- & Flächenkonzepte
Bestimmung der erforderlichen akustisch wirksamen Flächen und Entwicklung eines geeigneten Konzepts für Decken, Wände oder weitere Bauteile.
Material- & Produktbewertung
Vergleich und Bewertung geplanter Akustikmaterialien anhand ihrer Absorptionseigenschaften und ihrer Eignung für das jeweilige Raumkonzept.
Optimierung bestehender Räume
Analyse akustisch problematischer Räume und Entwicklung gezielter Maßnahmen zur Verbesserung von Nachhall, Geräuschpegel und Sprachverständlichkeit.
Individuelle Akustikkonzepte
Planung für Räume mit besonderen akustischen Anforderungen – etwa Büros, Besprechungsräume, Unterrichtsräume, Studios oder hochwertige Wohnbereiche.
Eine konkrete Grundlage für die weitere Planung
Wenn ein Raum akustisch nicht funktioniert
Zu viel Hall, schlechte Sprachverständlichkeit oder ein dauerhaft hoher Geräuschpegel entstehen häufig durch das Zusammenspiel von Raumgröße, Oberflächen und Nutzung. Einzelne Akustikpaneele lösen das Problem deshalb nicht automatisch.
Warum hallt mein Raum so stark?
Harte Oberflächen wie Glas, Beton, Putz oder Fliesen reflektieren einen großen Teil des Schalls. Fehlen ausreichend wirksame Absorptionsflächen, bleibt die Schallenergie länger im Raum.
Warum versteht man Gespräche trotz geringer Entfernung schlecht?
Starke Reflexionen überlagern den direkten Schall und können die Sprachverständlichkeit deutlich verschlechtern. Besonders problematisch ist das in Besprechungs-, Unterrichts- und Aufenthaltsräumen.
Wie viele Akustikpaneele braucht ein Raum?
Das lässt sich nicht sinnvoll allein über die Quadratmeterzahl beantworten. Entscheidend sind Raumvolumen, vorhandene Oberflächen, Nutzung und die akustischen Eigenschaften des vorgesehenen Materials.
Wo sollten Akustikelemente angebracht werden?
Die Position ist Teil der Planung. Decke und Wände wirken unterschiedlich auf die Schallverteilung. Auch die Anordnung einzelner Flächen kann Einfluss auf das akustische Ergebnis haben.
Kann die Raumakustik nachträglich verbessert werden?
Ja. Auch bestehende Räume können durch gezielt geplante Absorptionsflächen akustisch deutlich verändert werden. Die Maßnahmen lassen sich häufig ohne vollständigen Umbau integrieren.
Warum wird es in einem vollen Raum plötzlich so laut?
Wenn viele Personen gleichzeitig sprechen und der Raum den Schall stark reflektiert, steigt der wahrgenommene Geräuschpegel schnell an. Eine geeignete Raumakustik kann diese Situation deutlich beruhigen.
Kann Raumakustik Konzentration und Arbeitskomfort verbessern?
In Büros, Besprechungsräumen oder im Homeoffice können störende Reflexionen und hohe Geräuschpegel das konzentrierte Arbeiten erschweren. Eine gezielte akustische Planung reduziert diese Belastung.
Muss gute Raumakustik wie ein Tonstudio aussehen?
Nein. Akustisch wirksame Elemente können als Deckenflächen, Wandbekleidungen, Möbel oder gestalterische Elemente integriert werden. Funktion und Innenarchitektur lassen sich miteinander verbinden.
Entscheidend ist deshalb nicht die Frage, welches Akustikprodukt verwendet wird, sondern welche akustische Wirkung der Raum tatsächlich benötigt.
Einblick in unsere Raumakustik-Berichte
Auszüge aus einem anonymisierten Projekt zeigen, wie Raumdaten, Anforderungen, Absorptionsflächen und Berechnungsergebnisse in der raumakustischen Planung zusammengeführt werden.
Von der Definition der akustischen Anforderungen bis zur Auswahl geeigneter Flächen und Materialien werden die einzelnen Planungsschritte nachvollziehbar dokumentiert.
Raumakustik für Ihr Projekt.
Sie möchten die Akustik eines bestehenden Raumes verbessern oder bereits in der Planung geeignete Flächen und Materialien berücksichtigen? Senden Sie uns die wichtigsten Informationen zu Raum, Nutzung und gewünschtem Ergebnis.
